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Digitalisierung
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BIM ist kein Selbstzweck: Gemeinsam digitale Bauprozesse voranbringen
Der 7. BIM-Anwendertag der Ingenieurkammer M-V in Rostock setzte den Fokus auf BIM entlang der Verwaltungsebenen. Anhand des Verkehrsknoten Pütte wurde ein Testprojekt ausgewertet. Die zentrale Erkenntnis: Entscheidend sind praktische Erfahrungen, Kooperation und viele kleine Schritte. BIM darf kein Selbstzweck sein, dafür ist es zu aufwendig!
Katrin Nachtigall aus dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stellte die Unterstützung durch BIM Deutschland vor. Die Initiative bietet Werkzeuge, Standards und Austauschmöglichkeiten. Die Umsetzung konkreter Pilotprojekte liegt jedoch bei den jeweiligen Bauherren und ihren Projektpartnern. Susanne Dahmen von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung M-V und Matthias Leifels von Leifels Architekten BDA ergänzten die Perspektiven des öffentlichen Bauherrn und des Planungsbüros.
Vom digitalen Modell zur praktischen Anwendung
Im Mittelpunkt des Praxisteils stand das Pilotprojekt am Verkehrsknoten Pütte im Tiefbau. Die Beteiligten zeigten, wie BIM beim Umbau eingesetzt und wie Drohnendaten sowie IFC-basierte Soll-Ist-Abgleiche für die Bauausführung genutzt werden können.
Dabei wurde deutlich: BIM erfordert zunächst zusätzlichen Planungsaufwand, Investitionen in Software und Ausstattung sowie eine frühzeitige Abstimmung der Prozesse. Nachträgliche Anpassungen lassen sich oft nur mit erheblichem Aufwand integrieren. Im Projekt Pütte überstieg der Aufwand den Nutzen – gleichzeitig sammelten Auftraggeber und Bauunternehmen wertvolle Erfahrungen für künftige Vorhaben.
Erfahrungen sammeln und Kooperation stärken
Die Bilanz des Anwendertages: „BIM ist gekommen, um zu bleiben“, so BIM-Clustersprecher Stefan Ulbrich (Ingenieurkammer M-V). Entscheidend ist, die Digitalisierung schrittweise voranzubringen. Kleinere Projekte bieten die Möglichkeit, Kompetenzen aufzubauen, Abläufe zu erproben und gemeinsame Standards zu entwickeln.
BIM ist damit eine Gemeinschaftsaufgabe von öffentlichen Auftraggebern, Planungsbüros, Bauunternehmen und Forschungseinrichtungen. Der BIM-Anwendertag wird jährlich wechselnd an der Hochschule Wismar, der Hochschule Neubrandenburg und der Universität Rostock mit Unterstützung der Hochschulen durchgeführt.
Um dem Zukunftsthema Digitaliserung den entsprechenden Rahmen hier in der Kammerarbeit zu geben, entschied die Vertreterversammlung am 08.09.21, aus der Fachgruppe Digitaliserung/BIM einen Ausschuss zu machen. Am 16.10.21 wurden die Ausschussmitglieder vom gleichen Gremium gewählt.
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Derzeit gehören dem Ausschuss folgende Mitglieder an (v.l.n.r.):
Christina Witt, Prof. Dieter Glaner, Prof. Thomas Willemsen, Prof. Jörn Plönnigs, Torsten Habicht, Stefan Ulbrich (Vorsitzender), Frank Wagner, nicht im Bild: Prof. Klaus Fehlauer




























