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Pressekonferenz der Baubranche am 01.02.2020 von 10-11:30 Uhr:

Wo bleibt das politische Bekenntnis der Landesregierung zur Bauwirtschaft?

Schwerin, 25. Januar 2022

Digitale Pressekonferenz der Baubranche am 01.02.2020 von 10-11:30 Uhr:

Die Baubranche in Mecklenburg-Vorpommern ist sich einig: Wir vermissen das politische Bekenntnis der Landesregierung zur Bauwirtschaft. Als einer der sechs großen Wirtschaftszweige in unserem Land sehen wir zu wenige Ansätze im Koalitionsvertrag, um die Baubranche zu stärken. Wir sind eines der wirtschaftlichen Fundamente unseres Landes und erwarten von der neuen Regierung, dass sie dem Rechnung trägt. So verlangen wir belastbare und klare Ansprechpartner sowie eindeutige Zuordnungen in den Ministerien und der Verwaltung. Besonders in der Bauverwaltung sollten Kompetenz und Verfügbarkeit Priorität haben.

Klimafreundliches Bauen hört nicht bei umweltfreundlichen Baustoffen auf. Nur Gesamtkonzepte, die bis in die Baukultur hineinreichen, werden zu den erwünschten Einsparungen führen – hierfür braucht es Fördermittel und Strukturen, um solche Konzepte zu entwickeln. Wir brauchen mehr Einsatz zur Fachkräftesicherung, die aufgrund der Altersstruktur überwiegend aus Nachwuchsförderung erwachsen muss. Gute Löhne für gute Arbeit – dazu gehört für den Bau, dass das Land als öffentlicher Auftraggeber für die Planbarkeit von Investitionen und transparente Vergabeverfahren sorgt. Dem steht die zunehmende Vergabe von Generalplaner- und Generalunternehmerleistungen erheblich entgegen. Planungs- und Bauleistungen müssen zugunsten der klein- und mittelständischen Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns möglichst in Einzellosen ausgeschrieben werden.

Investitionen in Strukturen, Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit sind für uns das politische Bekenntnis zur Bauwirtschaft.  Alle benannten Vertreter stehen als Ansprechpartner den politischen Vertretern und Entscheidern zur Verfügung und sehen diese Pressekonferenz als Angebot zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Landespolitik. 

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung unter:

https://www.ingenieurkammer-mv.de/wir-ueber-uns/anmeldung-zur-pressekonferenz-/

Ansprechpartner/Teilnehmer der Pressekonferenz

Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern: Dr. Gesa Haroske, Präsidentin
Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern: Christoph Meyn, Präsident
Bauverband Mecklenburg-Vorpommern: Thomas Maync, Präsident
Ingenieurrat Mecklenburg-Vorpommern: Ronny Seidel, Sprecher
Industrie- und Handelskammern Mecklenburg-Vorpommern: Klaus-Jürgen Strupp, Präsident der IHK Rostock

Presse

Bedeutung der Baubranche findet kaum Widerhall in Wahlprogrammen der großen Parteien

Bedeutung der Baubranche findet kaum Widerhall in Wahlprogrammen der großen Parteien

Schwerin, 9. September 2021

Ingenieure vermissen verlässliche Rahmenbedingungen, um Weichen für die Zukunft zu stellen

Schwerin. Am 26. September 2021 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Mehr denn je muss die zukünftige Bundesregierung die Weichen für die Zukunft stellen. Dem Bausektor kommt eine besondere Bedeutung zu: Rund 700.000 Menschen arbeiteten 2018 in den deutschen Ingenieur- und Architekturbüros und sorgten so für eine Bruttowertschöpfung von rund 84 Milliarden Euro – mehr als im Automobilbereich. Beachtenswert: Die Errichtung und der Betrieb unserer Gebäude erzeugen circa 35-40 Prozent aller klimaschädlichen Emissionen. Damit ist der Bausektor eine wichtige Stellschraube.

 

„Wir Ingenieure können Lösungen für das Bauen von morgen entwickeln und so entscheidend nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Klimaschutz voranbringen“, so der Präsident der Ingenieurkammer M-V Wulf Kawan. Hierfür bedarf es jedoch adäquater und verlässlicher Rahmenbedingungen seitens der Politik. Die Bundesingenieurkammer und die Bundesarchitektenkammer haben gemeinsam mit 16 Verbänden der planenden Berufe ihre Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 vorgelegt. Sie beinhalten aktuelle Kernfragen in der Architektur, Stadtplanung und Ingenieurbaukunst. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Stadtentwicklung, Klima und Umwelt, Freiberuflichkeit, Baukultur und Digitalisierung.

 

Besonders zwei aus den 12 Wahlprüfsteinen hebt Kammerpräsident Wulf Kawan für unser Bundesland hervor. „Für Mecklenburg-Vorpommern sehe ich eine zukunftsfeste Honorarordnung als entscheidenden Faktor an. Sie würde im „Land zum Leben“ für faire und verbindliche Löhne sorgen.“ Eine Bündelung der Fachkompetenz und Ansprache in einem eigenständigen Bauressort trage der Wichtigkeit der Baubranche Rechnung, setzt Kawan seinen zweiten Fokus.

Angesichts der dargelegten Relevanz der Baubranche seien die zumeist schwammigen Formulierungen und Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine absolut desillusionierend. Es zeige deutlich, dass Fachinstanzen und Branchenvereinigungen noch stärker Berater der Politik werden müssen, um gemeinsam die Herausforderungen anzugehen.

 

Die 12 Wahlprüfsteine und Antworten der Parteien finden Sie unter www.ingenieurkammer-mv.de.